Description
Dieses Buch berichtet ber den ersten Schritt, am Beispiel des Alko hols ein familienorientiertes Suchtkonzept zu entwickeln. Es wendet sich sowohl an den Forscher als auch an den Therapeuten, da sich im Bereich der Suchttherapie die Grenzen zwischen Forschung und Therapie deutlicher als sonst verwischen: das Neue besteht nicht im Entdecken bisher unbekannter “Fakten”, sondern in der Verknp fung vorliegender Erkenntnisse in der Weise, da sich daraus neue Sicht-und Handlungsweisen ergeben knnen. Der bisherige Suchtbegriff ist eng verknpft mit dem Krankheits konzept: ein individuelles Schicksal mit “Ursachen” und “Folgen” im persnlichen, familiren und sozialen Bereich. Der hier unter nommene Versuch einer Neufassung des Begriffs dagegen betrach tet Sucht: – als ein Verhalten (mit physischen, psychischen und sozialen Fol gen), – das wie ein Puzzlestck in einen Zusammenhang (Familie) pat bzw. wie eine Masche in einem Netz verknpft ist und – dessen Funktionsgeschichte sich mit der Geschichte der Familie von Generation zu Generation wie ein Erbe in immer neuen Variationen kombinieren kann. In der Praxis der Suchtbehandlung ist es seit lngerer Zeit blich, die Familie in Eheseminaren, Angehrigenberatung, Freizeiten und seit kurzem in Form der Familientherapie einzubeziehen. Hier wur de bereits praktische Vorarbeit geleistet unter der intuitiven oder er fahrungsgeleiteten Ahnung, da zwischen Familiendynamik und Sucht ein Zusammenhang bestehe. Die Forschung blieb bisher al lerdings diesen Vorlufern der Praxis – wie auch der Fortbildung und den Planem neuer Einrichtungen -einen entsprechenden kon zeptuellen Rahmen schuldig. 1 Suchtkonzept und Beobachtungsebene.- 1.1 Gesellschaft.- 1.2 Gemeinde.- 1.3 Familie.- 1.4 Individuum.- 1.5 Zelle.- 2 Sucht und Familie am Beispiel des Alkoholismus.- 2.1 Schlsselkonzepte zur familienorientierten Sicht.- 2.1.1 Die allgemeine Systemtheorie.- 2.1.2 Die Kommunikationstheorie.- 2.1.3 Das kybernetische Modell.- 2.1.4 Die Erkenntnistheorie.- 2.2 Literaturberblick.- 2.2.1 Alkoholismus und Familie.- 2.2.2 Andere Suchtformen und Familie.- 3 Eigener Forschungsansatz.- 3.1 Ausgangshypothese.- 3.1.1 Definition des Alkoholismus.- 3.1.2 Definition von Familie.- 3.2 Begrndung, Fragestellung und Ziel der Untersuchung.- 3.3 Anforderungen und Schwierigkeiten bei der Erstellung eines familienorientierten Forschungsansatzes.- 4 Alkoholismus und Familie – Eigene Untersuchungen.- 4.1 Methodik.- 4.1.1 Genogramm.- 4.1.2 Halbstrukturiertes Interview.- 4.1.3 Familienaufgaben.- 4.2 Stichprobe.- 4.2.1 Exkurs: Rekrutierung als Problem.- 4.2.2 Auswahlkriterien.- 4.3 Methodik zur Einschtzung von Familieninteraktionen.- 4.3.1 Untersuchungsmaterial.- 4.3.2 Relevante Merkmale zur Einschtzung von Famiheninteraktion.- 4.3.3 Skalenkonstruktion.- 4.3.4 Ratingverfahren.- 4.4 Erste Untersuchung.- 4.4.1 Ort der Untersuchung.- 4.4.2 Anordnung und zeitlicher Ablauf.- 4.4.3 Instrumentelle Hilfsmittel.- 4.5 Zweite Untersuchung.- 4.5.1 Ort der Untersuchung.- 4.5.2 Anordnung und zeitlicher Ablauf.- 4.5.3 Instrumentelle Hilfsmittel.- 5 Ergebnisse.- 5.1 Stichprobe.- 5.1.1 Beschreibung der Stichprobe.- 5.1.2 Kooperationsbereitschaft der Familien.- 5.2 Die Familien.- Zusammenfassung.- 5.3 Die Familienaufgaben – Ausvertung und Interpretation.- 5.3.1 Vorgehen.- 5.3.2 Ergebnisse des Ratings.- 5.3.3 Versuch einer Gruppierung der Familien.- 5.3.4 Zusammenfassung.- 6 Diskussion der Ergebnisse.- 7 Sucht im Kontext – Ein Konzeptentwurf.- 8 Bedeutung der Ergebnisse.- 8.1 Forschung.- 8.2 Therapie.- 9 Zusammenfassung.- 10 Literatur.- 11 Sachverzeichnis.




