Description
Die 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage dieses Buches wurde fr die rzte, das Pflegepersonal und alle therapeutisch ttigen Mitarbeiter der psychiatrischen Kliniken geschrieben. Sie bietet diesem Personenkreis Empfehlungen fr die tgliche Arbeit. Im Zentrum steht die Beschreibung rztlicher und pflegerischer Problemsituationen. Wie diese zu bewltigen sind, zeigen konkrete Beispiele. Ziel des Buches ist es, die hufigsten und folgenreichsten Fehler im Umgang mit Psychischkranken darzustellen und zu zeigen, wie den Patienten und ihren Angehrigen besser begegnet werden kann. Dank seiner allgemeinverstndlichen Sprache und des angefgten Kurzlexikons der Fach- und Fremdwrter ist das Buch auch fr medizinisch-psychiatrische Laien, insbesondere fr Patienten und Angehrige, leicht lesbar. Aus den Besprechungen zur 1. Auflage:”Das Buch von Professor Dr. K. Ernst kann fr den Psychiatrie-Unterricht und fr Stationsbesprechungen sehr empfohlen werden.” Deutsche Krankenpflege-Zeitschrift#1 “Mit seinem ausgezeichneten Buch vermittelt er uns einen sehr guten Einblick in die Institution der psychiatrischen Klinik.” Neue Zrcher Zeitung#2 1 Einleitung: Einstellung zum Beruf.- 1.1 Einstellung zum Kranken.- 1.2 Einstellung zum Mitarbeiter.- 1.3 Einstellung zur Institution und ihrem Trger.- 1.4 Einstellung zur kontrollierten Erfahrung.- 2 Verpate Prioritten und verpate Diagnosen.- 2.1 Verpate Prioritten am neuen Arbeitsplatz.- 2.1.1 Kenntnis der Notfalleinrichtungen.- 2.1.2 Erlernen der Namen der Patienten.- 2.1.3 Begrenzung der Konferenzzeiten.- 2.2 bersehene krperliche Krankheitszustnde.- 2.2.1 Krankheiten auerhalb des Gehirns.- 2.2.2 Akute Hirnkrankheiten.- 2.2.3 Hirnorganische Wesensvernderung.- 2.2.4 Amnestisches organisches Psychosyndrom.- 2.2.5 Fragen zur Gedchtnisprfung.- 2.3 bersehene und vermeintliche Intelligenzschwche.- 2.3.1 Anhaltspunkte.- 2.3.2 Verkennung.- 2.3.3 Grundstze der Intelligenzprfung.- 2.3.4 Fragen zur Intelligenzprfung.- 2.4 bersehene emotioneile Strungen.- 2.4.1 “Larvierte” Depressionen.- 2.4.2 Suizidrisiko und Suizidansteckung.- 2.4.3 Die “Freiheit zum Suizid”.- 2.4.4 Sexuelle Strungen.- 2.5 bersehenes normales Leiden.- 2.5.1 Unbeachtete Belastung Dritter, z. B. von Kindern.- 2.5.2 bersehenes Unrecht.- 3 Aufnahme und Entlassung.- 3.1 Allgemeines.- 3.1.1 Zur Einheit von Aufnahmeverfahren und Entlassungsvorbereitung.- 3.1.2 Zur Hufigkeit psychiatrischer Hospitalisierungen in der Gesamtbevlkerung.- 3.1.3 Wer wird hospitalisiert?.- 3.2 Telefonische Vorentscheide: Anmeldung, Zusage, Absage.- 3.2.1 Aufnahme-, Absage- und Umleitungsstatistik.- 3.2.2 Abweisung vermutlicher Langzeitpatienten.- 3.2.3 Gerontopsychiatrischer Versorgungsmangel.- 3.2.4 Triagepflicht des Aufnahmearztes.- 3.3 Vorgehen bei der Aufnahme.- 3.3.1 Zur Hufigkeit freiwilliger und zwangsweiser Eintritte.- 3.3.2 Einweisungsdokumente.- 3.3.3 Erste Begegnung des Eintretenden mit Arzt und Schwester.- 3.3.4 Unerlliche Bestandteile des Aufnahmegesprchs.- 3.4 Vordringliches nach der Aufnahme.- 3.4.1 rztliche Prioritten.- 3.4.2 Pflegerische Prioritten.- 3.4.3 Verkehr mit den auswrtigen Bezugspersonen.- 3.5 Die Entlassung und ihre Hindernisse.- 3.5.1 Normale Entlassungsvorbereitungen.- 3.5.2 Anwendung der Aufklrungsbesttigung.- 3.5.3 Entweichungen.- 3.5.4 Machtkampf und Fairness bei den Entlassungsverhandlungen.- 3.5.5 Hospitalismus, Verstoungsangst und Klinikmibrauch.- 3.5.6 Disziplinarische Entlassung.- 3.5.7 Entlassung aus dem Aufnahmezimmer als Krisenintervention.- 4 Station, Team, pflegerisches Gesprch.- 4.1 Mistnde auf den Abteilungen.- 4.1.1 Folgen mangelhafter baulicher Einrichtungen.- 4.1.2 Duldung von Lrm und Tabakqualm.- 4.1.3 Resignation vor der Langeweile.- 4.2 Abteilungsversammlung.- 4.2.1 Beschreibung.- 4.2.2 Verhalten der Teammitglieder.- 4.3 Das Team und seine Struktur.- 4.3.1 Beschreibung des Teams.- 4.3.2 Kenntnis der Gesamtsituation des Patienten.- 4.3.3 Psychotherapeutische Kenntnisse.- 4.3.4 Pharmakologische Kenntnisse.- 4.3.5 Emotionelle Informationspanne und “Problempatientv”.- 4.3.6 Nachtarzt und Nachtschwester.- 4.4 Exil und Asyl in der geschlossenen Abteilung.- 4.4.1 Geschlossene und offene Abteilungen in der Beurteilung durch die Kranken.- 4.4.2 Dilemma der Institution.- 4.4.3 Kompromilsungen.- 4.4.4 In wessen Interesse liegt die geschlossene Behandlung?.- 4.4.5 Frderung und Behinderung von Auenkontakten.- 4.5 Pflegerisches Einzelgesprch.- 4.5.1 Gesprchssituationen und -themen.- 4.5.2 Anvertraute Geheimnisse.- 4.5.3 Duzen.- 4.5.4 Krperliche Verwahrlosung.- 5 Zentrale Dienste, Patientenarbeit, Aktivittsgruppen.- 5.1 Allgemeines.- 5.1.1 bersicht.- 5.1.2 Kommunikations- und Kapazittsprobleme.- 5.2 Arbeitstherapie, geschtzte Werksttte, Patientenarbeit.- 5.2.1 Definitionen.- 5.2.2 Ansehen bei den Klinikmitarbeitern.- 5.2.3 Motivierung der Kranken fr industrielle Arbeit.- 5.3 Ergotherapie.- 5.3.1 Definition.- 5.3.2 Ansehen bei den Klinikmitarbeitern.- 5.3.3 Indikation.- 5.3.4 Zusammenarbeit mit dem Stationsteam.- 5.4 Andere therapeutische Aktivitten.- 5.4.1 Spezialgruppen.- 5.4.2 Gruppenpsychotherapien.- 5.4.3 Selbsthilfegruppen und Angehrigenvereine.- 5.5 Sozialdienst.- 5.5.1 Beschreibung.- 5.5.2 Zusammenarbeit.- 5.5.3 Sozialarbeit und Psychotherapie.- 5.6 Psychologischer Dienst.- 5.6.1 Stellung in der Klinik.- 5.6.2 Psychodiagnostische Tests.- 5.6.3 Psychotherapie durch den Psychologen.- 5.7 Klinikpfarramt.- 5.7.1 Bereich.- 5.7.2 Zusammenarbeit.- 5.8 Unterricht.- 5.8.1 “Vorlesungspatient” und “Examenspatient”.- 5.8.2 Psychotherapie durch rztliche und pflegerische Ausbildungskandidaten.- 5.8.3 Tonband, Videoanlage, Einwegspiegel.- 5.9 Forschung.- 5.9.1 Der “Forschungspatient”.- 5.9.2 Klinische Forschung auerhalb spezialisierter Forschungsteams.- 6 Formen des psychiatrischen Gesprchs.- 6.1 Kurzbeschreibung der klinischen Grundformen des psychiatrischen Gesprchs.- 6.1.1 Begleitgesprch.- 6.1.2 Visitengesprch.- 6.1.3 Ad-hoc- oder Bedarfsgesprch.- 6.1.4 Stationssprechstunde.- 6.1.5 Regelmiges Kurzgesprch.- 6.1.6 Intensive individuelle Psychotherapie.- 6.1.7 Paar-, Ehe-, Familien- und Systemtherapie.- 6.2 rztliche Visite.- 6.2.1 Einzel- oder Gruppenvisite?.- 6.2.2 Therapeutische Mglichkeiten der Visite.- 6.2.3 Empfehlungen zur Gestaltung der Visite.- 6.3 Ad-hoc- oder Bedarfsgesprch.- 6.3.1 Jeweilige Einmaligkeit des Gesprchs.- 6.3.2 Verschiebbarkeit des Gesprchs.- 6.3.3 Versprochenes Bedarfsgesprch.- 6.4 Stationssprechstunde.- 6.4.1 Funktion und Stil.- 6.4.2 Gesprchsdauer.- 6.4.3 Mitwirkung des Pflegepersonals.- 6.5 Regelmiges Kurzgesprch.- 6.5.1 Funktion und Rahmen.- 6.5.2 Vorteile.- 6.5.3 Kontraindikationen.- 6.5.4 Indikationen und Zielsetzungen.- 6.5.5 Zur Einleitung einer Gesprchsserie.- 6.5.6 Zur Durchfhrung.- 6.5.7 Emotionelle Arzt-Patient-Beziehung.- 6.6 Intensive individuelle Psychotherapie.- 6.6.1 Indikation und Supervision.- 6.6.2 Komplikationen.- 6.6.3 Uberindividuelle Bedeutung.- 6.7 Paar-, Ehe-, Familien- und Systemtherapie.- 7 Regeln der psychiatrischen Gesprchsfhrung.- 7.1 Allgemeines.- 7.1.1 Voraussetzung: Umgang mit der Personensuchanlage.- 7.1.2 Zuhren: Vortrittsregel.- 7.1.3 Abschlu des einzelnen Gesprchs: Resmeeregel.- 7.2 Besondere Gesprchssituationen.- 7.2.1 “Konsens ber den Dissens”.- 7.2.2 “Vorwurfsfreier Vorhalt”.- 7.2.3 Der schweigende Patient.- 7.2.4 Der verstummende Patient.- 7.2.5 Gesprch ber die Diagnose.- 7.3 Beispiele syndrombezogenen Umgangs mit Kranken.- 7.3.1 Umgang mit Depressiven: Immunitt trotz Empathie.- 7.3.2 Umgang mit Manischen.- 7.3.3 Umgang mit Wahnkranken.- 7.3.4 Umgang mit Suchtkranken.- 7.3.5 Umgang mit Schwachsinnigen.- 8 Krperliche Behandlungsverfahren.- 8.1 Grundstze bei der Verordnung von Psychopharmaka.- 8.1.1 Indikation und Zurckhaltung.- 8.1.2 Information des Patienten.- 8.1.3 Keine heimliche Verabreichung.- 8.1.4 Mitbestimmung des Patienten.- 8.1.5 Rolle des Pflegepersonals.- 8.2 Spezielle psychopharmakologische Probleme.- 8.2.1 Karenztage bei Behandlungsbeginn.- 8.2.2 Vermeidung der Ubermedikation von Neuroleptika.- 8.2.3 Depotneuroleptika.- 8.2.4 Polypragmasie.- 8.2.5 Absetzversuche bei schizophrenen Kranken.- 8.2.6 Tagesverteilung.- 8.2.7 Notfallsedierung.- 8.2.8 Suchtgefhrdung durch Psychopharmaka.- 8.2.9 Zur Phasenprophylaxe mit Lithiumprparaten.- 8.3 Weitere krperliche Behandlungsverfahren.- 8.3.1 Antiepileptika.- 8.3.2 Elektroschock.- 8.3.3 Physiotherapie und leiborientierte Therapie.- 9 Teilzeitliche und ambulante Behandlung an der psychiatrischen Klinik.- 9.1 Nachtklinikregime.- 9.1.1 Definition.- 9.1.2 Wiedereingliederungshilfe oder Asylgestaltung?.- 9.1.3 Vorbereitung von Wohngruppen.- 9.1.4 Arztkontakt.- 9.2. Tagesklinikregime.- 9.2.1 Definition.- 9.2.2 Probleme.- 9.3 Ambulante Weiterbehandlung.- 9.3.1 berweisen oder Behalten.- 9.3.2 Gesprchsrahmen.- 9.3.3 Neuroleptika.- 9.3.4 Antidepressiva.- 9.3.5 Verschreibungstechnik.- 9.3.6 Fahrtauglichkeit.- 9.3.7 Ambulante Betreuung durch das Pflegepersonal.- 9.3.8 Wiedereinweisung in die psychiatrische Klinik.- 9.3.9 Formloser Abbruch der ambulanten Weiterbehandlung durch den Patienten.- 9.3.10 Vorbereitete Beendigung der ambulanten Weiterbehandlung.- 9.3.11 Ambulante Zwangsbehandlung.- 9.4 Einige spezielle ambulant anwendbare Behandlungsverfahren.- 9.4.1 Schlafentzug bei Depression.- 9.4.2 Alkoholvergllung.- 9.4.3 Reversible “chemische Kastration” mit Antiandrogenen.- 10 Information und Diskretion.- 10.1 Handhabung der Diskretion.- 10.1.1 Geheimnisrecht des Patienten.- 10.1.2 Verbotene Angehrigenkontakte.- 10.1.3 Diskretionsanspruch der Bezugspersonen.- 10.1.4 Recht des Kranken auf Einsicht in die eigene Krankengeschichte.- 10.2 Informationsaufgaben.- 10.2.1 Ausknfte an Patienten und Angehrige durch das Pflegepersonal.- 10.2.2 Vererbung und Familienplanung.- 10.2.3 Meldungen ber Patienten an vorgesetzte Behrde und Polizei.- 10.2.4 Stellungnahme zu Beschwerden.- 10.2.5 Hausinterne Disziplinarbeschwerden.- 10.3 ffentlichkeitsarbeit.- 10.3.1 Regionale Nahwirkung.- 10.3.2 Patient und Massenmedien.- 10.3.3 Klinikmitarbeiter und Massenmedien.- 10.3.4 Geeignete Themen.- 10.4 Schreibarbeiten von Arzt und Pflegepersonal.- 10.4.1 Fhrung der Krankengeschichte.- 10.4.2 Arztberichte.- 10.4.3 Zeugnisse an nichtrztliche Instanzen.- 10.4.4 Gutachten.- 11 Liebe in der psychiatrischen Klinik.- 11.1 Liebe beim Patienten.- 11.1.1 Erotische Beziehungen zwischen Patienten.- 11.1.2 Probleme fr das Personal.- 11.2 Liebe beim Personal.- 11.2.1 Erotische Beziehungen zwischen Patienten und Klinikangestellten.- 11.2.2 Liebe in der Psychotherapie.- 11.3 Antikonzeption.- 12 Gewalt in der psychiatrischen Klinik.- 12.1 Gewalt durch Patienten.- 12.1.1 Gewalttaten auerhalb, vor und nach Hospitalisierungen.- 12.1.2 Ttlichkeiten von Patienten whrend der Hospitalisierung.- 12.1.3 Ttlichkeiten in der Psychotherapie.- 12.2 Anwendung von Gewalt und Zwang durch die Psychiatrische Klinik.- 12.2.1 Fixierung.- 12.2.2 Isolierung.- 12.2.3 Zwangsinjektion.- 12.2.4 Zwangsernhrung.- 12.2.5 Die hufigsten Fehler.- 13 Alter, Hilflosigkeit und Tod.- 13.1 Die psychogeriatrische Pflegeabteilung als Notlsung.- 13.2 Der gesprchsfhige Alterspatient.- 13.2.1 Umgang mit Gebrechlichen.- 13.2.2 Altersdepressionen und akut-exogene Durchgangs-syndrome als “Altersabbau” verkannt.- 13.2.3 Psychogene oder somatogene Altersdepression?.- 13.2.4 Behandlung seniler Erregungs- und Verwirrungszustnde.- 13.3 Der sprachlose Patient.- 13.3.1 Die sparsamste mechanische Mobilittsbeschrnkung dementer Kranker.- 13.3.2 Sterbehilfe: Hilfe beim oder zum Sterben?.- 13.4 Erwartete und unerwartete Todesflle.- 14 Nachwort.- 15 Literatur.- 16 Kurzlexikon der Fach- und Fremdwrter.- 17 Sachverzeichnis.




