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Mensch und Sexualitt: Psychosexuelle Entwicklung und Fehlentwicklung aus interdisziplinrer Sicht

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Mensch und Sexualitt: Psychosexuelle Entwicklung und Fehlentwicklung aus interdisziplinrer Sicht, Richard Mills, 9783540182399

Description

In einer interdisziplinren Zusammenstellung spekulativer und theoriegeleiteter Anstze werden in diesem Buch Prozesse errtert, die die sexuellen Entwicklungen und Fehlentwicklungen beeinflussen. Theorien, die in der Literatur bisher kaum Beachtung fanden, wie evolutionre Erkenntnistheorie und Gestalttheorie, werden einbezogen. Ziel dieses Buches ist die berwindung der bestehenden Kluft zwischen ausschlielich naturwissenschaftlichen oder geisteswissenschaftlichen Betrachtungen des Menschen und seiner Sexualitt und die Vermittlung neuester Forschungsergebnisse zu diesem aktuellen Thema. 1 Folgen der Menschwerdung.- 1.1 Abbau genetischer Verbindlichkeiten und Zwnge.- 1.1.1 Phylogenetisches Lernen und Erkennen.- 1.1.2 Phylogenetische Formung und Strukturierung sexueller Merkmale und Verhaltensweisen.- 1.1.3 Wirkung der Auenwelt auf die Reproduktion genetischer Informationen.- 1.1.4 Unwahrscheinlichkeit der ererbten sexuellen Deviation.- 1.1.5 Das Quasiinstinkthafte der sexuellen Perversion.- 1.1.6 Verlust angeborener Lehrmeister.- 1.1.7 Neue Mglichkeiten sexuellen Erlebens und Verhaltens.- 1.1.8 Die neue “Freiheit”, pervers zu werden.- 1.2 Orientierung und Verhaltensregulierung durch individuelles Lernen.- 1.2.1 Lernen und Fehllernen durch Prgung.- 1.2.1.1 Fehlprgungen sexueller Triebhandlungen.- 1.2.2 Die Annahme einer “prgsamen” Organisationsphase in der menschlichen Entwicklung.- 1.2.3 Lernen durch Angewhnung.- 1.2.4 Wie neutrale Reize durch bedingte Reflexe bedeutsam werden.- 1.2.4.1 Die Sexualisierung neutraler Reize.- 1.2.5 Lernen durch operantes Konditionieren.- 1.2.5.1 Die (experimentelle) Erzeugung und Entstehung skurriler Verhaltensweisen.- 1.2.5.2 Die Konditionierung von Konflikten – simultane Annherung und Vermeidung – Konsequenzen der Unentscheidbarkeit.- 1.2.6 Vom “Zufall” zum Einfall – sexuelles Verhalten als Mittel fr nichtsexuelle Zwecke.- 1.2.6.1 Die “Erschaffung” der sexuellen Perversion.- 1.2.7 Beharrungstendenz sexueller Perversionen gegenber Vernderungen.- 1.3 Entwicklung des Bewutseins.- 1.3.1 Materialisation des Geistigen – kulturelles Lernen und Erkennen.- 1.3.1.1 Kulturelle Geschlechtstypisierung und Sexualisierung von Merkmalen und Verhaltensweisen.- 1.3.1.2 Die Selbstverschreibung von Regeln und Gesetzen.- 1.3.1.3 Folgen des Verlusts kulturell tradierter Lehrmeister.- 1.3.1.4 Sinnentleerte Tradition im Kulturellen und Individuellen.- 1.3.1.5 Der Preis von kulturellem Zerfall und Zerstrung.- 2 Entwicklung des (reflektierenden) Bewutseins – der Dualismus und seine Folgen.- 2.1 Der Mensch als Erlebender und Betrachter seines Erlebens.- 2.2 Verlust des partizipierenden (kosmischen) Bewutseins.- 2.3 Spaltung zwischen Geist und Krper (Materie).- 2.4 Spaltung des Leibes und Erschaffung von Zentauren, Minotauren und Satyren.- 2.5 Verlust von Unmittelbarkeit und Unbefangenheit.- 2.6 Verlust an Sinnlichkeit.- 2.7 Verlust von sexueller Erlebensfhigkeit.- 2.8 Das Fehlen von Eros in der Perversion.- 2.9 Sexualisierung des Geistigen.- 2.10 Zwischen Lust und Schuld – Neurotisierung der Sexualitt.- 2.11 Deviantes Verhalten als Ausbruch aus vitalen und emotionalen Hemmungen und aus depravierenden Situationen.- 3 Folgen eines naturwissenschaftlich-objektivierenden Selbstverstndnisses des Menschen.- 3.1 Mechanisierung und Mathematisierung des Krpers.- 3.2 Reduktion der Sexualitt auf das Quantifizierbare.- 3.3 Krperliche Entfremdung des Perversen.- 3.4 Entseelung der Seele, ihre Mechanisierung und Mathematisierung.- 3.5 Atomismus, Detaillierung, Isolierung, Spaltung.- 3.6 Theoretische Konzepte und ihr Reduktionismus.- 3.6.1 Der reduktionistische Ansatz biologischer Theorien.- 3.6.2 Der reduktionistische Ansatz der klassischen Psychoanalyse.- 3.6.3 Negierung der menschlichen Sexualitt durch die klassische akademische Psychologie.- 3.6.4 Der reduktionistische Ansatz der klassischen Lerntheorien.- 3.6.5 Der reduktionistische Ansatz der vergleichenden Verhaltensforschung.- 4 Wiederbesinnung auf Ganzheiten und Gestalten und ihre Folgen.- 4.1 Primat von Ganzheiten und Gestalten im Biologischen.- 4.1.1 Wider die Abspaltung und Autonomisierung sexueller Organe und Funktionen.- 4.1.2 Hat der Trieb den Menschen oder der Mensch den Trieb?.- 4.2 Primat von Ganzheiten und Gestalten im Psychischen.- 4.2.1 Wider die Abspaltung und Autonomisierung im Psychischen (und Psychosozialen).- 4.2.2 Wider die Abspaltung und Autonomisierung devianter seelischer Inhalte.- 4.3 Wiederbeseelung des Leibes und Wiederbeleibung der Seele.- 4.4 Undifferenziertheit archaischer Ganzheiten.- 4.5 Relative Unbelehrbarkeit der Ganzheit durch das Detail in der klassischen Gestaltpsychologie.- 4.6 Das Ganze ist weniger ohne Teile.- 4.7 Der reduktionistische Beitrag der Individualpsychologie zu einer Theorie sexueller Perversionen.- 4.7.1 Verneinung des Kontrollverlusts im perversen Akt.- 5 Gegenseitige Bedingtheit von Ganzheiten und ihren Teilen.- 5.1 Durchgliederte Ganzheit.- 5.2 Wiedererlangung eines partizipierenden Bewutseins.- 5.3 Auflsung von Verschiedenheiten und Gegenstzlichkeiten auf hherer Systemebene (das Leib-Seele-Problem).- 5.4 Elementen immanente Organisations- und Strukturierungstendenzen.- 5.5 Entwicklung, Strukturierung und Organisation der Perversionsgestalt (Sexualgestalt).- 5.6 Der schpferische Anteil in der Perversionsgestalt.- 5.7 Entstehung neuer Systemeigenschaften durch Systemverbindungen.- 5.8 Dilemma der Unvorhersehbarkeit der Perversion.- 6 Kultur- und zeitgeschichtliche Variationen des geschlechtsspezifischen und sexuellen Vorstellens, Erlebens und Verhaltens.- 6.1 Einflu der Kultur.- 6.1.1 Relativitt des Normalittsbegriffs.- 6.1.2 Die Rolle des Transvestiten bei indianischen Stmmen.- 6.1.3 Grenzen einer Relativierung von Normalitt.- 6.2 Zeitgeschichtliche Variationen des (sexuellen) Vorstellens, Erlebens und Verhaltens.- 6.2.1 Verfremdung der Kindheit.- 6.2.2 Verfremdung der Vorfahren.- 6.2.3 Verlust des Anima-lischen.- 6.2.4 Mythologisierung und Entmythologisierung von Sexualitt, Geschlechtsorganen und-funktionen.- 6.2.5 Das Kind zwischen sexueller Unschuld und Verderbtheit.- 6.2.5.1 Die projektive Sexualisierung.- 6.2.5.2 Das Kind als Opfer von Gewalt, Mibrauch und sexueller Ausbeutung.- 6.2.5.3 Die Proklamierung der Reinheit.- 6.2.5.4 Die radikale Unterdrckung der kindlichen Sexualitt.- 6.2.5.5 Die Wiederentdeckung der kindlichen Sexualitt durch Sigmund Freud.- 6.3 Folgen von einschneidenden Vernderungen, Verlusten und Zerstrungen kultureller Gegebenheiten.- 6.3.1 nderung von Machtverhltnissen (Matriarchat – Patriarchat – Demokratie).- 6.3.2 Orientierungslosigkeit und Rollenunsicherheit.- 6.3.3 Entwurzelung, Entnaturierung und Entkulturierung.- 6.3.4 Pathologisierung der Gesellschaft und Entpersnlichung ihrer Mitglieder.- 7 Vom Sinn der Sexualitt.- 7.1 Biologischer Sinn.- 7.2 Biologischer “Nebensinn”.- 7.3 Sozialer Sinn.- 7.4 Kultureller Sinn.- 7.5 Religiser Sinn.- 7.6 Privatisierung der Sexualitt.- 7.7 Sinn-lose Sexualitt.- 7.8 Nutzung der Sexualitt.- 7.9 Privater Sinn der Perversion.- 7.10 Sexualitt als Selbstzweck.- 8 Evolution der Phantasiettigkeit.- 8.1 Formierung der Phantasieelemente zur Phantasiegestalt.- 8.2 Anteil der Phantasie an der Perversionsgestalt.- 8.3 (Phantasierte) Inszenierung des Traumas.- 8.4 Phantasielosigkeit der perversen Phantasie.- 8.5 Pornographische Darstellungen – der fehlende knstlerische Eros.- 9 Modalitten des Erlebens.- 9.1 Spren – Fhlen – Denken: ein Entwicklungsmodell.- 9.2 Wenn das Denken Spren und Fhlen ersetzt.- 9.3 Begrenztheit “technischer Anweisungen” fr die Lsung sexueller Probleme.- 10 Sexuelle Perversion als Erlebens- und Beziehungssurrogat.- 10.1 Trieblosigkeit.- 10.2 Sprlosigkeit.- 10.3 Fhllosigkeit.- 10.4 Lieblosigkeit.- 10.5 Fehlende Hingabefhigkeit.- 10.6 Beziehungslosigkeit.- 10.7 Intimitt statt Beziehung.- 10.8 Parzellierung, Isolierung, Spaltung.- 10.9 Dissoziation von Geist und Krper.- 10.10 Entpersnlichung des “Partners”.- 10.11 Reduktion des Mitakteurs zum bergangsobjekt.- 10.12 Exzessive sexuelle Ausbeutung des Krpers.- 10.13 Fiktion einer menschlichen Begegnung.- 10.13.1 Projektive Verflschung.- 10.13.2 Schauspiel statt Wirklichkeit.- 10.13.3 Auf der Suche nach Resonanz.- 10.13.4 Die Meinung von der Eindrucks- und Wirkungslosigkeit.- 10.13.5 Irrwege zur Beeindruckung und Wirkung.- 10.13.6 Die Rolle von Wut und Ha im perversen Akt.- 10.13.7 Distanzreduktion durch Sexualisierung.- 10.13.8 Attrappierung.- 11 Entwicklungen und Fehlentwicklungen der geschlechtlichen Orientierung und des sexuellen Verhaltens – potentielle konstituierende Anteile der Sexualgestalt.- 11.1 Strungen der Morphogenese.- 11.1.1 Ursprngliche geschlechtliche Undifferenziertheit des embryonalen Gewebes: Immanenz der Bisexualitt.- 11.1.2 Einleitung der geschlechtsspezifischen Differenzierungsphase durch genetische Information.- 11.1.2.1 Folgen genetischer Fehlinformationen.- 11.1.3 Hormonelle Strukturierungs- und Regulierungsfunktion.- 11.1.3.1 Folgen hormoneller Strungen fr die Ausformung geschlechtsspezifischer Strukturen.- 11.1.3.2 Die Annahme einer spezifischen zerebralen Differenzierungsphase.- 11.1.4 Die Rolle irritierbarer zerebraler (Teil)funktionen der Perversionsgestalt fr sexuelles Erleben und Verhalten.- 11.1.5 Besonderheiten primrer und sekundrer Geschlechtsmerkmale und -funktionen und deren Auswirkungen auf die psychische Entwicklung.- 11.1.6 Folgen des physischen Hermaphroditismus fr die psychische Entwicklung.- 11.2 Strungen der Psycho(sexual)genese.- 11.2.1 Bezugspersonen des Kindes und deren Beziehungen.- 11.2.2 Eltern-Kind-Beziehung.- 11.2.2.1 Evolutive gesellschaftliche Varianten.- 11.2.2.2 Varianten der Erziehung bei Strungen der geschlechtlichen Identitt, der Objektwahl und des sexuellen Verhaltens.- 11.2.3 Varianten der Entwicklung.- 11.2.3.1 Eine typische psychische Entwicklungslinie (nach A. Freud).- 11.2.3.2 Die Persnlichkeitsentwicklung (nach W. Spiel).- 11.2.3.3 Exzessive Existenz-, Trennungs-, Kastrations- und Identittsngste.- 11.2.3.4 Gewiheit und Ungewiheit der Geschlechtszugehrigkeit.- 11.2.4 Folgen psychischer Strungen und Krankheiten.- 11.2.4.1 Neurose und Sexualitt.- 11.2.4.2 Borderlinestruktur und Sexualitt.- 11.2.4.3 Schizophrenie und Sexualitt.- 11.2.4.4 Depression und Sexualitt.- 11.2.4.5 Behinderung und Sexualitt.- Literatur.- Namensverzeichnis.

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