Description
Der Begriff psychischer Gesundheit umfasst mehr als die Abwesenheit von Krankheiten. Denn zum einen sprechen wir auch bei schweren Erkrankungen von den Ressourcen und kreativen Potenzialen der betroffenen Person, die auch als “gesunde Anteile” bezeichnet werden. Zum anderen umfassen Definitionen der Gesundheit wie jene der WHO die Mglichkeit zur umfassenden Selbstverwirklichung der Person in Interaktion mit anderen. In dem vorliegenden Band wird die Definition psychischer Gesundheit deswegen von Anstzen zur Beschreibung von psychischer Gesundheit abgegrenzt und anhand der (zumindest partiell) bereinstimmenden Therapieziele psychotherapeutischer Schulen diskutiert. Es wird postuliert, dass Selbstvertrauen, Empathie und die Fhigkeit zur flexiblen Handlungsgestaltung als Therapieziele der Gesprchspsychotherapie, kognitiv-behavioralen Therapie und der Psychoanalyse gelten knnen. Psychische Gesundheit verweist damit auf die Mglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe, deren Einschrnkung im jeweiligen sozialen Kontext thematisiert werden muss und deren Umsetzung nur im solidarischen Handeln gelingen kann. Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Heinz, Direktor der Klinik fr Psychiatrie und Psychotherapie, Campus Charit Mitte, Charit – Universittsmedizin Berlin; Arzt fr Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Sozialmedizin.




